Party: Back to the woods

Back to the woods open air kellerkind rave techno münchen Die Open Airs der Jungs von Kellerkind als beliebt zu bezeichnen ist glatte Untertreibung; erst zum zweiten Mal wurden wir zu “Back to the Woods”, also, wie der Name schon vermuten lässt, zu einem Rave auf einem wunderschönen Fleck inmitten eines abgelegenen Wäldchens im schönen Garching eingeladen – und trotzdem waren die Karten wieder schneller weg, als man Technoravekultur sagen konnte. Danach ging es dann wieder an das übliche Versteigern zum dreifachen Originalpreis, zahllose Bettelversuche im fünfminutentakt in dem Facebookevent sowie natürlich die allseits beliebten pseudokreativen Bestechungsversuche hübscher Mädchen (“zum dank winken viele lächelnde mädchen” – alles klar! :D) bis hin zu einigen Leuten, die schlichtweg so getan haben, als hätten sie noch Tickets, einfach weil es zu lustig war, sich mit anzusehen, wie darum gerauft wurde (ich erinnere an das Fake Fernbeziehungsdrama – danke dafür!). Aber wie ich in meinem  letzten Beitrag schon erwähnt habe, sind Gabriel, Alexander, Leo und Philipp nunmal die Guten – und haben schlichtweg dazu aufgerufen, alle Leute, die Tickets zu überhöhten Preisen verkaufen, zu melden, damit sie ihnen die Tickets stornieren und diese dann verlosen können! <3 Einlass und Bar haben super funktioniert, kulinarisch war wieder einmal einiges geboten, Platz zum Tanzen gab es immer noch genug, Deko war gewohnt dystopisch und, last but not least, die DJs waren der Wahnsinn und die Menge hat das total gefeiert. Ich habe selten ein so idyllisches Open Air mit so verschiedenen Menschen gesehen, und für diesen wunderschönen Tag möchte ich ein ganz dickes Dankeschön sagen! Der einzige Wermutstropfen (oder Sturzbach, haha ;)) war dann leider der pünktlich um 8 Uhr angekündigte Regen, der sich innerhalb weniger Minuten zum tatsächlich endzeitmässigen Orkan entwickelt hat, sodass wir nicht nur alle im wahrsten Sinne des Wortes bis auf die Knochen durchnässt fliehen, sondern die ganze Party leider auch etwas frühzeitig beendet werden musste. Und sogar die inzwischen hysterisch kreischende Meute an Mädchen, deren Haare sich gerade zu einem Albtraum verwandelten (und ich war eine davon), wurde irgendwie halbwegs geregelt vom Gelände geleitet. Und während wir alle in einem wahren Meer aus Regenwasser mit Seitenstechen zur Ubahn rennen, kann ich gar nicht anders, als ein bisschen zu lachen – denn sogar das konnte uns die Laune nicht so wirklich verderben, und in der Ubahn machen dann alle einfach direkt dort weiter, wo davor aufgehört wurde – als ein großes Rudel begossener Pudel, die zwar allesamt frieren und reichlich bescheuert aussehen, aber die Füße noch immer nicht still halten können.   DANKE & auf ganz viele weitere Male & dass ihr immer so bleibt wie jetzt! Auf diesem Video von Bodo Staron könnt ihr sehen, wie schön es vor dem Unwetter war! (am besten allerdings den Ton ausmachen :D) [youtube https://www.youtube.com/watch?v=rJVvQo0esno?rel=0&w=560&h=315]

Und so verrückt wurde es, als die Wolken aufzogen :) (Vielen Dank an Philipp Mohr für das geniale Video!)

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=cdht5sykwMI?rel=0&w=560&h=315]

Wir sehen uns spätestens beim nächsten Mal! :)

Фузион

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“Darf ich auch mal? Bitte bitte, das will ich schon seit meiner Kindheit!”
Er drückt mir grinsend die Spraydose in die Hand und geht einen Schritt zurück. Ich setze zögerlich an und schmiere einen viel zu breiten Strich über die Wand. Er lacht und drückt meine Hand näher an die steinige Oberfläche, und siehe da, langsam formt sich da etwas krakelig mein Name in bunter Farbe. Ich grinse bis über beide Ohren, bedanke mich artig und hetze dann meiner mal wieder weglaufenden Truppe hinterher, um später nicht wieder alleine planlos den Zeltplatz eineinhalb Stunden suchen zu müssen.
Ich bin ein Herdentier, ich bin eine von denen, die eigentlich nichtmal alleine aufs Klo gehen wollen auf einer Party, ich mag es nicht wenn es still ist und ich mit keinem reden kann und wenn man lange genug in München wohnt hat man es auch aufgegeben, fremde Leute anzulabern in der Hoffnung, dabei zufällig mal entspannte Leute kennenzulernen.
Ein Freund hat gestern erst gesagt, ich hätte alleine hierher fahren sollen und ich habe ihm den Vogel gezeigt. Doch jetzt gerade würde ich nichts lieber tun, als meiner Begleitung, meinem Handy und all meinen sozialen Verpflichtungen den Rücken zu kehren und das erste Mal in meinem Leben wirklich mein Ding zu machen. Wer hätte gedacht, dass nur ein Tag  Fusion so eine grundlegende Veränderung in meinem Denken erzeugen könnte. Man wächst erst, wenn einem die Möglichkeit an Veränderung gegeben wird und deshalb denke ich, dass ich in München niemals über mich hinauswachsen werde, einfach weil das Denken und die Freiheit hier so begrenzt sind und die Leute in Schubladen denken, die noch geringer sind als ihr Maß an Toleranz und Empathie.
Ich möchte am liebsten hierbleiben, auch wenn das hier natürlich auch nur ein zeitlich befristeter Ausbruch aus der Realität ist. Urlaub vom Leben, in einer Welt, die so bunt ist, dass selbst die psychodelischten Gemälde dieser Welt es kaum erfassen können, in einer Umgebung in der das Miteinander statt Gegeneinander gepredigt wird, in der du für ein paar Tage sein kannst wer du eigentlich bist oder zumindest, wer du immer sein wolltest.
Aber eben auch nur, solange die Substanzen im Körper wirken oder die Musik gespielt wird, die man hören möchte und das gibt dem ganzen leider einen sehr bitteren Beigeschmack.
Auf der Fusion waren alle beinahe beängstigend nett, fürsorglich, hilfsbereit und offen. Als wir dann am Tag der Abfahrt in der Schlange zum Shuttle standen und es angefangen hat zu regnen, kam dann allerdings bei vielen wieder die Jeder-für-sich-selber und Ich-über-alle Mentalität durch. Klar, man wurde ja auch nüchtern und auf einmal sind dann wieder die anderen Schuld, dass man das eigene Gepäck so schwer gepackt hat, dass man es kaum tragen kann oder man nicht rechtzeitig losgelaufen ist, weil man verpennt hat.
Dieses Festival hat jetzt schon einen Platz in meinem Herzen und ich bin unendlich froh, dass ich trotz allem gefahren bin. Nur darf man bei der ganzen Sache einfach nicht vergessen, dass vieles leider nicht echt ist.
Dass es für viele Leute Urlaub von ihrem Leben und damit auch von sich selbst ist, aber dass sie nur deshalb Urlaub brauchen, weil sie eigentlich ganz anders und damit ziemlich unangenehme Zeitgenossen sind. Solange alle in ihrer glänzenden Seifenblase sind haben sie sich lieb und vergessen ihre Sorgen und Ängste, aber danach ist alles wieder beim alten, weil man sich eigentlich gar nicht geöffnet hat, oder zumindest nicht so weit, dass man wirklich etwas davon mitnimmt. Doch eigentlich sind diese Worte genauso vergeblich wie mein ewiger Wunsch, es allen Recht zu machen oder sich um alle zu kümmern, denn so etwas sieht man entweder irgendwann von selber oder gar nicht.
Ich sitze mit meiner inzwischen ausgetauschten Feiercrew auf dem riesigen Holzbalkons des Datschars und philosophiere mit ihnen über das und vieles mehr und beschließe ein weiteres Mal seufzend, dass ich wirklich nach Berlin ziehen muss, einfach nur weil dort anscheinend alle coolen Leute mit einem Freiheitsdrang und Werten wie meinen wohnen oder es sie früher oder später dorthin verschlägt.
Die letzten Lichter der beeindruckenden Lasershow beenden ihr Spiel und werden abgelöst von einigen hoffnungsvollen Sonnenstrahlen. Ist wie jedes Mal neu auferstehen, weil du jeden Tag die Chance hast, dein Leben zu ändern und diese Momente sind so schön, dass sie mir fast schon wehtun im Bauch. Das gefühl, endlich anzukommen weil du endlich mal verstanden wirst ist ebenso unbeschreiblich wie unendlich wertvoll. Ich beiße mir auf die Lippe, weil ich leider immer noch nicht fähig bin, dieses Gefühl in nicht total lächerlich kitschige Worte zu fassen, aber jeder einzelne davon ist so tief in mein Herz eingebrannt, dass ich sie nie vergessen werde. Wenn Taten widerspiegeln, was für ein Mensch du bist, dann habe ich auf der Fusion nur dazu gewonnen und nichts verloren.

 

PS: Und die Bilder? Die sind eben genau nur das: Appetitanreger, Tropfen auf dem heißen Stein, schlechte Handyschnappschüsse in einer so reizüberfluteten Welt, dass man eigntlich gar nicht versuchen dürfte, das einzufangen – denn es wird einem eh nicht gelingen. Im Forum hatte jemand geschrieben, wie lächerlich es wäre, die vielen verschiedenen Dimensionen, durch die die Fusion so beeindruckt, mit einer Kamera einfangen zu wollen. Er hat Recht. Das hier kann man nicht fotographieren und man kann es auch nicht beschreiben. Man muss es einfach erleben. Aber man sollte sich auch gut Klaren sein, worauf man sich einlässt ;)

Veranstaltungstipps Juli 2014 Pt. I

Da es in nächster Zeit leider erstmal etwas weniger Outfit Posts von mir geben wird, bis ich mein geliebtes Macbook wieder anständig zum laufen gebracht habe (buhu!), muss ich mich wohl erstmal mit etwas anderen Themen begnügen, über die ich ohne viele (selbstgemachte) Bilder berichten kann. Daher habe ich mir mal etwas neues überlegt: eine Art Kalender mit den meiner Meinung nach lohnenswertesten Veranstaltungen, diesmal gleich für den ganzen Juli, bzw zuerst mal die erste Hälfte :)

Und übrigens findet ihr auch immer live Bilder und Videos von den jeweiligen Partys auf meinem Instagram Account :)

Heute, den Donnerstag, wird man mich im Harry Klein bei Münchner Kindl oder in der Roten Sonne bei den Heimischen Delikatessen von Freiraum Kollektiv finden. Das sind beides eher kleinere Veranstaltungen, aber genau deshalb besuche ich sie gerne. Donnerstags feiert es sich meiner Meinung nach eh am entspanntesten! (Können ja auch nicht soviele Leute hin, weil Arbeit.)

 

 

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Am Freitag dann kann man sich entweder Extrawelt in der Roten Sonne ansehen, oder aber, wenn man diese wie ich erst kürzlich auf der Fusion oder einfach allgemein schon ziemlich oft gesehen hat, ins Bullitt gehen und dort die 4 Jahres Geburtstagsfeier miterleben! Und weil das Bullitt in letzter Zeit ziemlich zu unserem zweiten Wohnzimmer geworden ist und die Jungs und Mädels sich auch ganz schön was einfallen haben lassen, fällt mir die Entscheidung da ziemlich leicht :)

 

 

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Die Party geht auch noch Samstags weiter und außerdem spielt auch Daniel Bortz in der Roten Sonne, ich werde allerdings zumindest am Abend nichts großartiges mehr machen, weil ich unbedingt für Sonntag fit sein will – denn da ist endlich endlich endlich der erste und leider wohl auch einzige RAVE AUTONOMICA dieses Jahr – und das ist immerhin eine meiner Lieblingsveranstaltungen und vom Booking und der Location her kaum zu übertreffen! Live für euch mit nur Function One Anlagen im und um das unglaublich coole Kesselhaus spielen nämlich Kink, Redshape, Ruede Hagelstein, Baal <3 und ganz viele weitere super DJs, viele davon auch aus München selbst und vom Familia Autonomica Label – und da kann man einfach Soundmässig immer sicher sein, dass es einfach top wird!

Wer ganz kurz mal Gänsehaut möchte, oder noch etwas Überzeugung braucht, klickt einfach hier drauf:

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=BFOA52gVFhA?rel=0&w=560&h=315]

So schön was es letztes Jahr und das trotz Regen und ich bin mir sicher, dass die Party dieses Jahr dem in nichts nachstehen wird!

Wer schnell ist hat übrigens auch noch die Chance, ein kostenloses Ticket abzustauben, indem er beim Gewinnspiel mitmacht – also schnell sein und auf keinen Fall diese Party verpassen, denn dafür lohnt es sich sogar, am Montag wie ein Zombie in der Arbeit zu erscheinen – versprochen! ;)

 

 

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Nächste Woche Freitag dann hat das Harry Klein einen ganz besonderen Leckerbissen für uns: Detroit Swindle nämlich, und darauf freue ich mich auch schon ganz besonders! Ich rate jedem allerdings, sich den Sound vorher erstmal anzuhören, da es sicher nicht jedermans Geschmack ist – aber dafür eben schon was besonderes :)

 

 

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Am Samstag dann ist die einzige Veranstaltung, die ich empfehlen kann die Back in the Lab Party im Backstage von der  Kiesbettmusik und IWW Crew, denn auch wenn ich das Backstage persönlich nicht besonders mag (wobei die Locations mit “ehemalige Abfüllanlage für Propan-Gas schon ziemlich neugierig macht), bin ich mir sicher, dass die Jungs da etwas cooles auf die Beine gestellt haben und der Sound nicht enttäuschen wird! Mir persönlich ist es auf dem Isle of Summer übrigens leider viel zu voll und chaotisch und  Publikum sowie Sound sagen mir auch nicht wirklich zu (selbst die härteren DJs haben in der Vergangenheit dort öfter ein eher untypisches Set gespielt – schade, aber man passt sich eben leider immer dem Event an) und zu teuer ist es mir außerdem. Aber das hier soll natürlich kein Geläster werden, sondern ist nur meine persönliche Meinung, und auf den kleineren Bühnen spielen auch diesmal wieder viele Locals und Residents mit denen ich befreundet bin, die  euch mit Sicherheit nicht enttäuschen werden, falls ihr dort trotzdem seid :)

 

 

 

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Am Sonntag dann bin ich auf jeden Fall auf der Praterinsel bei Sunday Island, dort spielen nämlich einige meiner Lieblingslocals wie Paul and the hungry Wolf, Rhode & Brown sowie Flo Scheuer & Ben Bartel! Der Eintritt ist bis 23 Uhr sogar kostenlos, die Praterinsel alleine ist sowieso schon einen Besuch wert, und dann wird auch noch WM Finale übertragen (nicht ganz so gut für einen Fußballmuffel wie mich, aber ich denke für die meisten anderen ist das eher ein Pluspunkt ;))

 

So, damit hätten wir auch schon die nächsten beiden Wochen – schreibt mir bitte unbedingt, wenn ihr auf einer der Veranstaltungen dank mir wart und wie ihr es fandet und natürlich auch, wenn ich eurer Meinung nach etwas vergessen habe!

Außerdem möchte ich noch anmerken, dass dies hier lediglich mein Musikgeschmack ist und ich auch nicht für diese Posts bezahlt werde. Dass einige der Veranstalter und DJs hier Freunde von mir sind und ich bei vielen Partys Gästelistenplätze bekomme, daraus habe ich noch nie ein Geheimnis gemacht – aber trotzdem schreibe ich speziell meine Reviews sehr objektiv und schreibe auch immer, wenn mir etwas nicht gefallen hat.

Also, wer mir die nächsten zwei Wochen mal in Echt Hallo sagen will, weiß ja jetzt, wo er mich findet :)

 

 

 

 

 

Rave Autonomica Olympiapark

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Schon seit gut drei Monaten habe ich mich auf diesen Tag gefreut; endlich der zweite Rave Autonomica dieses Jahr, und endlich wieder auf dem Olympiagelände und genialerweise mit Catz n Dogz und Henrik Schwarz.
Und dann waren wir da, haben Seifenblasen gepustet, sind mit Regenschirm im Niesel herumgesprungen und auf den Sitzsäcken am Rooftop gechillt. Und viel mehr war es eben leider auch nicht. Die Stimmung war leider etwas zu sehr gedrückt, das Gelände unübersichtlich und dadurch an manchen Stellen überfüllt, der Rest dafür wie ausgestorben. Keine liebevolle Deko wie im Kesselhaus, keinen Deut mehr als das Standardprogramm, das wir von München so gewohnt sind. Schade, denn diese Party war bisher die einzige, bei der ich kein meckerndes Wort über den Ticketpreis verloren habe, weil sie bisher einfach immer herausgestochen ist. Es ist immer, was man daraus macht, und wir hatten keinesfalls einen unspaßigen Sonntag, aber es hätte einfach deutlich mehr Potenzial gehabt und ich hoffe, dass die Jungs dieses beim nächsten Mal wieder etwas mehr ausreizen. Selbiges gilt übrigens auch für einige der DJs. Egal, wie wenig ihr Bock habt, euer Set können wir uns auch daheim anhören :(
Und noch ein kleiner Tipp am Rande: Floors schließen und dann nicht mit dem Ansturm klarkommen und Leute nicht rein- bzw. rauslassen (wo ja nur zufällig die Toiletten waren, völlig unwichtig), ist schon ein wenig peinlich. Wir sind hier zwar in München, aber Besucher rausekeln ist dann doch noch eine Spur zu hart.

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Echelon – Why bigger is not always better

Sundown <3Angepriesen wurde es uns als „Bayerns größtes Festival mit elektronischer Musik“, überzeugt hat es mit dem Line up, aber die Umsetzung hat mich leider einfach nur enttäuscht und verärgert. Vom Stau schon lange vor dem Festival, unfreundlichen Parkplatzeinweisern und dem massiven AnstehPULK an Leuten vor dem Eingang, in dem wir gut 45 Minuten in der prallen Sonne ohne Möglichkeit auf Getränke oder Schatten aushaaren mussten – das Echelon Festival war leider durch und durch geprägt von unzureichender Organisation und fehlendem Verantwortungsbewusstsein. Noch bevor wir das Gelände überhaupt betreten konnten, sind einige Wartende dank der Hitze bereits kolabiert – als Grund hierfür stellte sich später die überzogen strenge Ausweiskontrolle bei JEDEM Besucher heraus – ist schon absolut notwendig und verständlich, selbst bei ü25 jährigen den Ausweis sehen zu wollen ;) Das Gelände selbst ist unübersichtlich, überfüllt und zugemüllt, und das schon nach einigen Stunden nach Beginn. Für Getränke steht man locker 30 Minuten an, fließend Wasser gibts nicht ausser aus einer Sprenkleranlage(wo man natürlich nicht die Miniflasche Wasser für 3 + 2 Euro drunter halten kann, wär ja zuviel erwartet bei 50 Euro Abendkasseticketpreis). Die Floors wie immer zu nah zusammen, sodass man schön beide Beats im Ohr hat und dass, obwohl genug Platz gewesen wäre – wären da nicht die 25.000 Besucher und damit mindestens 5000 zuviel gewesen. Dank fehlender Parkplatzbeleuchtung war das Auto-wiederfinden am Ende der Veranstaltung eine wahre Freude, die Freunde, die sich auf die öffentlichen und den Shuttleservice verlassen haben können allerdings noch schlimmere Storys auftischen. Besonders cool war auch das zusammengebrochene Handynetz (keine Anrufe, keine Smsen), und die daraus resultierende Isolation von allen Freunden, sobald man sich mal eine Sekunde umgedreht hat! Das ist einfach nur peinlich und unverantwortlich, sorry. Wer mit dem selbst verursachten Ansturm nicht klarkommt, und es trotz Geldgier eingeht, darf von solch schweren Vorwürfen nicht überrascht sein. Mehr Zeit und Blogplatz möchte ich diesem Event gar nicht mehr widmen, hier noch eine kurze Zusammenfassung in Bildern und abschließend sei gesagt: Ich hatte trotzdem meinen Spaß, gute Musik, schönen Sonnenuntergang, ich wäre allerdings nie für den AK Preis hingegangen und werde auch in Zukunft dieser Veranstaltung keinen Cent mehr zukommen lassen. Cheers!
  PS: Extrawelt hats so gerettet <3

Extrawelt = i'm blue...Frenny und ich :)Katermucke fürs KätzchenTil the sun goes down..

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We create our own hells

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Es ist Sonntag, drei Uhr nachts und ich bin seit Donnerstag am feiern. Laufe mit Streetwalker in den Ohren die dunkle Straße entlang, dem Fernsehturm immer entgegen. Berlin ist anders. Mächtig war da schon eine ganz gute Wortewahl, denn es ist wirklich mächtig dreckig, laut, tosend, einnehmend, und auch aggressiv. Ich weiche ängstlich einem stark blutenden Mann aus, der auf mich zutorkelt. Ich möchte ihm erschrocken helfen, als ich die eitrigen Einstichslöcher sehe. Meine rosa Zuckerwatte-Seifenblasen-Welt spielt schnell die Einhornwerbepause ein und ich verstehe langsam, wieso München die sicherste Stadt ist. Aber selbst da bin ich beschädigt worden, was ist das also noch wert? Wahrscheinlich sind die Wunden dort einfach nur anderer Natur.
Trotzdem habe ich Angst, hierherzukommen. Deshalb die Probewochen, deshalb alleine durch die Gegend stapfen, sehen, wie die Realität hier schmeckt und, ob ich es alleine schaffen kann. Denn in dieser Stadt ist man oft allein, egal wieviele Leute um einen rum sind. München ist familiärer.
Ein Dorf, sage ich immer gerne spöttisch. Das heißt, du kannst alleine weggehen und triffst zehn Freunde. Aber auch, dass der süße Typ, mit dem du rummachst, wahrscheinlich über zwei Ecken deinen Exfreund kennt, oder der grosse Bruder deiner Erzfeindin ist. In Berlin kannst du unerkannt bleiben, untertauchen, dich verstecken, neu anfangen. Oder aber verloren gehen, und so schnell nicht mehr gefunden werden. Gesellschaftlich-soziales Glatteis inmitten des Minenfeldes Trial and Error; Erfahrung ist doch sowieso fast immer eine Parodie auf die eigentliche Idee. Also fang mal an, mich zu amüsieren, Berlin.

ENGLISH

It‘s sunday, three oclock in the mornin and i‘ve been partying since thursday without a break. Running past the dark streets while listening to street walker, always towards Berlins tv tower.
Berlin is different. Mighty seems like a good choice of words, since it is so mighty dirty, loud, all-consuming and so aggressive. I‘m evading a bleeding, staggering man. I‘m shocked and want to help him, when i see the sanious wounds in his arm. My pink soap bubble world immediatly starts distracting me with selfproduced unicorn advertisment and i begin to realize why munich is known to be one of the safest cities.
But even there i got damaged, so what is that still worth? I guess it’s just different kind of traumas.
I‘m still afraid to come here. That‘s why i came here to see it for myself, to try my new life and to see if i can make it by myself. Because in Berlin you are on your own, no matter how many people are around you. Munich is familial. Just a big village, how i like to call it.
That means, you can go partying all by yourself and meet ten friends, but aswell, that the cute guy you are making out with, could very well know your ex bf or be your arch enemies big brother.
Berlin gives you anonymity. You can go into hiding, begin a new life. Or get lost and never get found again. Cultural-sozial black ice among the minefield of trial and error. And i feel already frozen.

Jägermeister Wirtshaustour

[vimeo http://www.vimeo.com/68755731 w=500&h=281]

Orangegebrutzelt wie das Hirschkopfemblem eben jenes Sponsors kommen wir aus dem Kesselhaus, wo es mächtig was auf die Ohren gab von Doctor Dru, Adana Twins, Christian Prommer, Sante, Cocolores und den restlichen üblichen Verdächtigen.
Das Kesselhaus ist ja sowieso mein geheimer Fav unter den Münchner Locations, einfach, weil es so wahnsinnig hübsch ist! :D Leider blieb die kleine Outdoorarea, in der sich beim Rave Autonomica die Pfandfinderei befand, diesmal geschlossen, und auch die Halle wurde erst später mit Live Musik beglückt – davor lief eine CD mit etwa 5 schlecht gemischten Dub Step Remixen in Zimmerlautstärke, und ich war so versucht, da mit meinem USB Stick hochzurennen und der akkustischen Belästigung ein Ende zu setzen ;)

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Vergessen wurden auch die Verköstigungsstände – als wir uns dann aber bei Joey‘s eine Pizza bestellt haben und auf diese brav vor dem Eingang warteten, fanden wir den Pizzaboten überraschenderweise IM Gelände wieder – auch keine schlechte Ausrede, um kostenlos auf die Party zu kommen ;) Ein paar kleine Sonnensegel hätten bei der brütenden Hitze mit Sicherheit auch nicht geschadet und dank der Aufdringlichkeit des Film-Menschen sieht man mich jetzt eben weggedreht mit vorgehaltener Hand auf dem Video – irgendwie schon sehr Celebrity Feeling :P
Aber ich will gar nicht soviel meckern, denn für den mega fairen Ticketpreis, bei der musikalischen Untermalung und tollster Deko mal wieder einen derart schönen Sonnenuntergang im Kesselhaus zu sehen – das lässt einen ganz schnell die Kleinigkeiten vergessen ;)

4. Wannda Circus & Back to the Woods <3

Ich bin immer noch total außer Atem vor Begeisterung, wenn ich an vergangenes Wochenende denke <3 Ein dickes Dankeschön geht an das Wannda / Pathos Team sowie die Leute von Kellerkind für’s zeigen, wie man’s richtig macht :)

Wer den Wannda Circus noch nicht kennt, der hat jetzt leider ein kleines, dafür sehr buntes Stück Münchner Rave Geschichte verpasst – denn dort lud man die letzten Wochen öfter ins Zirkus Zelt am Leonrod platz zum ganztägigen Raven, Planschen und Plaudern ein, dekoriert mit quietschbunten Federn inmitten von Jahrmarkt Zelten und liebevoller Dekoration. Für reichlich Verpflegung in Form von Zuckerwatte, Paninis, Grillgut und Popcorn ist gesorgt, auf die Ohren gibts von Chewi Nation, Faulchen Fänther, Be Svendsen, Tiefgeist, der zweite Ton, Kollektiv Ost <3 uvm :)

Und um den einschläfernden Temperaturen zu trotzden wurde letztes Mal sogar spontan ein Pool aufgebaut :)

Von der immer-meckernden Sina gibt’s für diese Veranstaltung fast nur Lob – einzig, dass es ab 11 im viel-zu-heißen-und-kleinen Pathos weitergeht(en muss) ist schade.

Quelle: http://www.facebook.com/pages/Wannda
Quelle: http://www.facebook.com/pages/Wannda/343713759067643

 

Sternenhimmel <3 (Ja, heute bin ich oldschool, wa? :P)Cant stop raving :)

 

Quelle: http://www.facebook.com/kellerkindmusik

 

Back to the Woods ist das neue Baby vom Ex Schall im Schilf Veranstalter und hätte mich an dem Tag wirklich am liebsten zerteilt, um beides voll miterleben zu können :( Bttw findet traditionell in einer Off Location in Garching statt – bedeutet ergo, erstmal ewig mit der Ubahn (und im Moment mit dem großartigen SEV *kotz) rumgurken und dann erstmal noch zu Fuß weiterirren, um auf einer großen Wiese am See oder diesmal einer Waldlichtung in der Nähe der Isar abzuraven. Leider ist auch diese Underground Veranstaltung seit der letzten Male gar nicht mehr so unbekannt, und daher auch langsam aber sicher überfüllter und dadurch natürlich auch regelgebundener geworden. Das ist natürlich Meckern auf ganz hohem Niveau, und ich besuche die Partys immer noch sehr gerne, trotz auf die Airmax getreten werden und doofem Bauzaun drumrum.

Außerdem gibt’s da immer die coolen Finespitz Hotdogs! :P

 

Quelle: http://www.facebook.com/kellerkindmusik Quelle: http://www.facebook.com/kellerkindmusik

 

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=x7PCWSaeifU&w=560&h=315]

Back to the Woods <3

Ich bin immer noch total außer Atem vor Begeisterung, wenn ich an vergangenes Wochenende denke <3 Ein dickes Dankeschön geht an die Leute von Kellerkind für’s zeigen, wie man’s richtig macht :)

 

 

Quelle: http://www.facebook.com/kellerkindmusik
Quelle: http://www.facebook.com/kellerkindmusik

 

Back to the Woods ist das neue Baby von den Schall im Schilf Veranstaltern und findet wie ebenjenes traditionell in einer Off Location in Garching statt – bedeutet zwar, dass man erstmal mit der Ubahn (und im Moment mit dem großartigen SEV) rumfahren und dann noch etwas zu Fuß laufen muss, dafür dann aber auf einer großen idyllischen Wiese am See oder diesmal auf einer Waldlichtung abraven kann. Auch mit der Deko geben sich die Jungs immer größte Mühe, Sound und Lichtshow sind gigantisch und die Stimmung einfach unbeschreiblich. Wer ein bisschen Gänsehaut Feeling möchte, sieht sich am besten diesen Aftermovie an, da bekommt man schon einen ganz guten Eindruck davon, wieviel Liebe in dieses Open Air gesteckt wurde <3

 

[vimeo 72097883 w=500 h=281]

Ich war schon auf einigen Kellerkind Veranstaltungen, quasi (fast) von Anfang an dabei, und diese Entwicklung ist einfach unbeschreiblich; ich freue mich, dass sie so etwas tolles geschaffen haben und ihre Mühen nun auch belohnt werden. Denn das ist meiner Meinung nach einer der wenigen Veranstaltungen, die noch echt sind, wo es noch um die Musik und die Liebe zum Tanzen und nicht um Kommerz und Hype geht – und die muss man einfach unterstützen und miterleben.

PS: Außerdem gibt’s da immer die coolen Finespitz Hotdogs! :P

 

Quelle: http://www.facebook.com/kellerkindmusik Quelle: http://www.facebook.com/kellerkindmusik

 

 

Utopia Island

(Quelle: http://www.facebook.com/utopiaisland)

Hinter mir liegen zwei aufregende, laute, bewegte, und vor allem SCHLAMMdurchtränkte Tage auf der schönen Insel Utopia, in Moosburg an der Isar.
Bei dem hammer Lineup (Aoki, Digitalism, Kröcher, Extrawelt, Eulberg, Brodinski <3 uvm) war der Ticketpreis erstmals auch gerechtfertigt und als Nachfolger von Havana Nights waren wir sowieso schon gespannt, was uns im Outback Münchens diesmal erwarten wird. Die Location dieses Mal war leider noch etwas komplizierter zu erreichen; Shuttle Service gab es dooferweise nur von Moosburg aus und die Taxiunternehmen waren unglücklicherweise auch nicht für den Ansturm an Menschen gewappnet; dorthin durchgekämpft lief alles allerdings ganz gut, nach der üblichen Tyrannerei durch missmutige Securities ging es dann auf das liebevoll gestaltete Festivalgelände, querbeet durch alle Fress- und Alkoholstände, wo es überall coole Extras und Gadgets gab (trag meinen blinkenden Silikondesperados Ring noch heute hihi), mit stampfigem Techno aus dem Zirkuszelt, in die Deep/Techhouselastige Sea Side- oder zur großen Mainstage.

(Quelle: http://www.facebook.com/utopiaisland)

Die Stimmung konnte nichtmal vom kurzzeitigen Regen getrübt werden, am ersten Tag hat das Team hier auch wirklich superschnell reagiert und Holzspäne sowie -platten ausgelegt, um uns den Durchgang durchs Matschfeld zu erleichtern. Schade war nur, dass die Party ihr viel zu frühes Ende um 3 Uhr Nachts finden musst, und man dann auch enorme Probleme hatte, irgendwie heim zu kommen (Taxis schwer erreichbar, kein Shuttle oder Zug mehr nach Landshut,etc)
Hier hätten sich mit Sicherheit einige Nachwuchsdjs über die Chance gefreut, mit reduziertem Publikum noch weiter zu feiern oder den Abend ausklingen zu lassen!
Auch die Personalauswahl im Securitybereich würde ich nächstes Mal überdenken, das hätte den ein oder anderen Konflikt definitv vermieden und zur Wohlfühlatmosphäre beigetragen ;)

Die übliche Instagramfotozusammenfassung von Frenny und mir:

Ach und hier noch der wohl beste Partyaftermovie, den ich je gesehen habe… Gänstehaut pur! ;)

[vimeo http://vimeo.com/70617815]