We create our own hells

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Es ist Sonntag, drei Uhr nachts und ich bin seit Donnerstag am feiern. Laufe mit Streetwalker in den Ohren die dunkle Straße entlang, dem Fernsehturm immer entgegen. Berlin ist anders. Mächtig war da schon eine ganz gute Wortewahl, denn es ist wirklich mächtig dreckig, laut, tosend, einnehmend, und auch aggressiv. Ich weiche ängstlich einem stark blutenden Mann aus, der auf mich zutorkelt. Ich möchte ihm erschrocken helfen, als ich die eitrigen Einstichslöcher sehe. Meine rosa Zuckerwatte-Seifenblasen-Welt spielt schnell die Einhornwerbepause ein und ich verstehe langsam, wieso München die sicherste Stadt ist. Aber selbst da bin ich beschädigt worden, was ist das also noch wert? Wahrscheinlich sind die Wunden dort einfach nur anderer Natur.
Trotzdem habe ich Angst, hierherzukommen. Deshalb die Probewochen, deshalb alleine durch die Gegend stapfen, sehen, wie die Realität hier schmeckt und, ob ich es alleine schaffen kann. Denn in dieser Stadt ist man oft allein, egal wieviele Leute um einen rum sind. München ist familiärer.
Ein Dorf, sage ich immer gerne spöttisch. Das heißt, du kannst alleine weggehen und triffst zehn Freunde. Aber auch, dass der süße Typ, mit dem du rummachst, wahrscheinlich über zwei Ecken deinen Exfreund kennt, oder der grosse Bruder deiner Erzfeindin ist. In Berlin kannst du unerkannt bleiben, untertauchen, dich verstecken, neu anfangen. Oder aber verloren gehen, und so schnell nicht mehr gefunden werden. Gesellschaftlich-soziales Glatteis inmitten des Minenfeldes Trial and Error; Erfahrung ist doch sowieso fast immer eine Parodie auf die eigentliche Idee. Also fang mal an, mich zu amüsieren, Berlin.

ENGLISH

It‘s sunday, three oclock in the mornin and i‘ve been partying since thursday without a break. Running past the dark streets while listening to street walker, always towards Berlins tv tower.
Berlin is different. Mighty seems like a good choice of words, since it is so mighty dirty, loud, all-consuming and so aggressive. I‘m evading a bleeding, staggering man. I‘m shocked and want to help him, when i see the sanious wounds in his arm. My pink soap bubble world immediatly starts distracting me with selfproduced unicorn advertisment and i begin to realize why munich is known to be one of the safest cities.
But even there i got damaged, so what is that still worth? I guess it’s just different kind of traumas.
I‘m still afraid to come here. That‘s why i came here to see it for myself, to try my new life and to see if i can make it by myself. Because in Berlin you are on your own, no matter how many people are around you. Munich is familial. Just a big village, how i like to call it.
That means, you can go partying all by yourself and meet ten friends, but aswell, that the cute guy you are making out with, could very well know your ex bf or be your arch enemies big brother.
Berlin gives you anonymity. You can go into hiding, begin a new life. Or get lost and never get found again. Cultural-sozial black ice among the minefield of trial and error. And i feel already frozen.

4. Wannda Circus & Back to the Woods <3

Ich bin immer noch total außer Atem vor Begeisterung, wenn ich an vergangenes Wochenende denke <3 Ein dickes Dankeschön geht an das Wannda / Pathos Team sowie die Leute von Kellerkind für’s zeigen, wie man’s richtig macht :)

Wer den Wannda Circus noch nicht kennt, der hat jetzt leider ein kleines, dafür sehr buntes Stück Münchner Rave Geschichte verpasst – denn dort lud man die letzten Wochen öfter ins Zirkus Zelt am Leonrod platz zum ganztägigen Raven, Planschen und Plaudern ein, dekoriert mit quietschbunten Federn inmitten von Jahrmarkt Zelten und liebevoller Dekoration. Für reichlich Verpflegung in Form von Zuckerwatte, Paninis, Grillgut und Popcorn ist gesorgt, auf die Ohren gibts von Chewi Nation, Faulchen Fänther, Be Svendsen, Tiefgeist, der zweite Ton, Kollektiv Ost <3 uvm :)

Und um den einschläfernden Temperaturen zu trotzden wurde letztes Mal sogar spontan ein Pool aufgebaut :)

Von der immer-meckernden Sina gibt’s für diese Veranstaltung fast nur Lob – einzig, dass es ab 11 im viel-zu-heißen-und-kleinen Pathos weitergeht(en muss) ist schade.

Quelle: http://www.facebook.com/pages/Wannda
Quelle: http://www.facebook.com/pages/Wannda/343713759067643

 

Sternenhimmel <3 (Ja, heute bin ich oldschool, wa? :P)Cant stop raving :)

 

Quelle: http://www.facebook.com/kellerkindmusik

 

Back to the Woods ist das neue Baby vom Ex Schall im Schilf Veranstalter und hätte mich an dem Tag wirklich am liebsten zerteilt, um beides voll miterleben zu können :( Bttw findet traditionell in einer Off Location in Garching statt – bedeutet ergo, erstmal ewig mit der Ubahn (und im Moment mit dem großartigen SEV *kotz) rumgurken und dann erstmal noch zu Fuß weiterirren, um auf einer großen Wiese am See oder diesmal einer Waldlichtung in der Nähe der Isar abzuraven. Leider ist auch diese Underground Veranstaltung seit der letzten Male gar nicht mehr so unbekannt, und daher auch langsam aber sicher überfüllter und dadurch natürlich auch regelgebundener geworden. Das ist natürlich Meckern auf ganz hohem Niveau, und ich besuche die Partys immer noch sehr gerne, trotz auf die Airmax getreten werden und doofem Bauzaun drumrum.

Außerdem gibt’s da immer die coolen Finespitz Hotdogs! :P

 

Quelle: http://www.facebook.com/kellerkindmusik Quelle: http://www.facebook.com/kellerkindmusik

 

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Back to the Woods <3

Ich bin immer noch total außer Atem vor Begeisterung, wenn ich an vergangenes Wochenende denke <3 Ein dickes Dankeschön geht an die Leute von Kellerkind für’s zeigen, wie man’s richtig macht :)

 

 

Quelle: http://www.facebook.com/kellerkindmusik
Quelle: http://www.facebook.com/kellerkindmusik

 

Back to the Woods ist das neue Baby von den Schall im Schilf Veranstaltern und findet wie ebenjenes traditionell in einer Off Location in Garching statt – bedeutet zwar, dass man erstmal mit der Ubahn (und im Moment mit dem großartigen SEV) rumfahren und dann noch etwas zu Fuß laufen muss, dafür dann aber auf einer großen idyllischen Wiese am See oder diesmal auf einer Waldlichtung abraven kann. Auch mit der Deko geben sich die Jungs immer größte Mühe, Sound und Lichtshow sind gigantisch und die Stimmung einfach unbeschreiblich. Wer ein bisschen Gänsehaut Feeling möchte, sieht sich am besten diesen Aftermovie an, da bekommt man schon einen ganz guten Eindruck davon, wieviel Liebe in dieses Open Air gesteckt wurde <3

 

[vimeo 72097883 w=500 h=281]

Ich war schon auf einigen Kellerkind Veranstaltungen, quasi (fast) von Anfang an dabei, und diese Entwicklung ist einfach unbeschreiblich; ich freue mich, dass sie so etwas tolles geschaffen haben und ihre Mühen nun auch belohnt werden. Denn das ist meiner Meinung nach einer der wenigen Veranstaltungen, die noch echt sind, wo es noch um die Musik und die Liebe zum Tanzen und nicht um Kommerz und Hype geht – und die muss man einfach unterstützen und miterleben.

PS: Außerdem gibt’s da immer die coolen Finespitz Hotdogs! :P

 

Quelle: http://www.facebook.com/kellerkindmusik Quelle: http://www.facebook.com/kellerkindmusik

 

 

Utopia Island

(Quelle: http://www.facebook.com/utopiaisland)

Hinter mir liegen zwei aufregende, laute, bewegte, und vor allem SCHLAMMdurchtränkte Tage auf der schönen Insel Utopia, in Moosburg an der Isar.
Bei dem hammer Lineup (Aoki, Digitalism, Kröcher, Extrawelt, Eulberg, Brodinski <3 uvm) war der Ticketpreis erstmals auch gerechtfertigt und als Nachfolger von Havana Nights waren wir sowieso schon gespannt, was uns im Outback Münchens diesmal erwarten wird. Die Location dieses Mal war leider noch etwas komplizierter zu erreichen; Shuttle Service gab es dooferweise nur von Moosburg aus und die Taxiunternehmen waren unglücklicherweise auch nicht für den Ansturm an Menschen gewappnet; dorthin durchgekämpft lief alles allerdings ganz gut, nach der üblichen Tyrannerei durch missmutige Securities ging es dann auf das liebevoll gestaltete Festivalgelände, querbeet durch alle Fress- und Alkoholstände, wo es überall coole Extras und Gadgets gab (trag meinen blinkenden Silikondesperados Ring noch heute hihi), mit stampfigem Techno aus dem Zirkuszelt, in die Deep/Techhouselastige Sea Side- oder zur großen Mainstage.

(Quelle: http://www.facebook.com/utopiaisland)

Die Stimmung konnte nichtmal vom kurzzeitigen Regen getrübt werden, am ersten Tag hat das Team hier auch wirklich superschnell reagiert und Holzspäne sowie -platten ausgelegt, um uns den Durchgang durchs Matschfeld zu erleichtern. Schade war nur, dass die Party ihr viel zu frühes Ende um 3 Uhr Nachts finden musst, und man dann auch enorme Probleme hatte, irgendwie heim zu kommen (Taxis schwer erreichbar, kein Shuttle oder Zug mehr nach Landshut,etc)
Hier hätten sich mit Sicherheit einige Nachwuchsdjs über die Chance gefreut, mit reduziertem Publikum noch weiter zu feiern oder den Abend ausklingen zu lassen!
Auch die Personalauswahl im Securitybereich würde ich nächstes Mal überdenken, das hätte den ein oder anderen Konflikt definitv vermieden und zur Wohlfühlatmosphäre beigetragen ;)

Die übliche Instagramfotozusammenfassung von Frenny und mir:

Ach und hier noch der wohl beste Partyaftermovie, den ich je gesehen habe… Gänstehaut pur! ;)

[vimeo http://vimeo.com/70617815]